visual inspiration




   seen  by K
riegerin der Träume

great artists for president


Sinéad O'Connor- Troy

sein

im regenbogen leben von farbe zu farbe hüpfen erstrahlen wenn licht und wasser aufeinandertreffen im richtigen winkel als wunder wahrgenommen zu werden und seine volle pracht entfalten können es gibt nichts schöneres als zu leuchten

in den wolken schlafen und könig des himmels sein die pforten weit offen die arme nie verschlossen die endlose güte zelebrieren alle werden sie lieben die weite der träume

mit den tränen fließen klagen erhören freude durchleben schmerzen ertragen sie beginnen in der seele und kommen aus den augen eins mit den gefühlen als wunder dabei zu sein durch die tränen die wahrheit erkennen 

:me

weit weg

Er sitzt einfach nur da und wartet auf ihre Worte.
Doch sie sind schon verstummt. Schon sehr lange, als sie lernte, dass Worte so unheimlich schmerzen können. Sie haben die Macht zu zerstören, denn die Liebe entfaltet ihre Reinheit in der Stille.  

Und auf einmal fragt man sich wo sie hin ist, die Liebe.  Sie wirkt so unauffindbar. Jedes flehen wird nicht erhört. Was bleibt ist die Verzweiflung über die seelenfüllende Leere. Sie nimmt den ganzen Raum ein, wird allmächtig, das Ich ohnmächtig.

Er sitzt einfach nur da und wartet. Doch sie ist schon weg, weit weg. Mit ihrem Körper, mit ihren Gedanken. Der Vorsprung vergrößert sich und wird nicht mehr einzuholen sein. Selbst wenn sie wollte. 

:me
 

gefangen

sie sitzt einfach nur da und wartet
worauf weiss sie nicht denn ihr leben scheint so halterlos
sie verabscheut die vollen straßen die rastlosen menschen
die vorgeben keine zeit zu haben
in wahrheit könnten sie sich befreien wenn sie nur wollten
aber da gibt es die verpflichtungen 
gegenüber den freunden, den rechnungen und gegenüber sich selbst
der vorwand als größtes hindernis das wahre leben zu leben

vielleicht ist sie auch einfach nur neidisch
rastlos zu schwimmen ist mühsam
die freiheit als gefangenschaft
vielleicht. 

vielleicht liebt sie aber auch genau dieses leben  

:me

jim morrison, the doors

"People are afraid of themselves, of their own reality; their feelings most of all. People talk about how great love is, but that`s bullshit. Love hurts. Feelings are disturbing. People are thaught that pain is evil and dangerous. How can they deal with love if they`re afraid to feel? Pain is meant to wake us up. People try to hide their pain. But they`re wrong. Pain is something to carry, like a radio. You feel your strength in the experience of pain. It`s all in how you carry it. That`s what matters. Pain is a feeling. Your feelings are a part of you. Your own reality. If you feel ashamed of them, and hide them, you`re letting society destroy your reality. You should stand up for your right to feel you pain."


leben

Das Leben erhört die Stimmen der Flehenden, denn sie sprechen die Sprache der Lebendigkeit. Ihre Seele ist voll Leidenschaft, voll Bereitschaft zum Leiden. Die Leidertragenden sind die Kämpfer dieser Welt. Ihr Retter. 
Das Leben gibt nur denjenigen seine Fülle die erdulden können, denn lediglich die Finsternis führt ans Licht. Der Abstieg in die Tiefen wird die Ängste verbannen und die Macht der Seele beflügeln.

Leben den Lebenden. 


:me

glück

Dieser ewige Kampf raubt ihr alle Kräfte
denn sie will es erzwingen, festhalten,  besitzen.
Wie einen Gegenstand, den man kauft und der einfach da ist, da bleibt
keine weitere Mühe erfordert.
Wie einfach sie doch ist, diese materielle Welt
und wie beschissen hart ihr Seelenleben gegen die Vergänglichkeit kämpft.
Jeden Tag ist sie bereit zu kämpfen
ein Stück Glück zu erhaschen
es währt jedoch so kurz, zu kurz. 
Morgen ist sie wieder bereit in die Schlacht zu ziehen, 
sie wird nicht müde.
Nie.
Hoffentlich.

:me

Rien ne m´obsède que la vie.

:me

great artists for president

Ray Lamontagne Trouble

wandel

und auf einmal wünscht man sich nichts mehr als wandel eine veränderung die alles anders werden lässt zurück bleiben erinnerungen die auf einmal erträglich zu sein scheinen 
die veränderung war sie bis vor kurzem nichts als reiner pein der unter keinen umständen ertragen werden wollte alles wehrte sich dagegen die seele rebellierte 
doch dann kam die zeit sie schritt voran und sie heilte verschaffte klarheit und brachte licht ins dunkel 
auf einmal sollte nichts so bleiben wie es ist gegenwärtiges soll vergangenes werden mit der bitte an das schicksal um milde 
wird der schmerz erträglich sein? er wird brennen aber die befreiung wird ihn teilweise verdrängen

hoffentlich

:me

sehnsucht

sehnsucht
lässt sich nicht stillen 
und schon gar nicht bändigen
sie windet sich in den tiefen, verborgen unter der alltäglichkeit
aber ihre tentakeln schlingen sich um die seele, nehmen sie in besitz
die geburt als vollendung ihrer eroberung
eine wahl gab es nie

die sehnsucht nach dem unbekannten, dem gewohnten, dem geliebten, dem fremden
sie ist die göttin, die allmächtige

sehnsucht brennt
was bleibt ist der schmerz, für dessen stillung es kein rezept gibt
er kann einfach wüten

doch die sehnsucht hält uns am leben, 
denn sie nährt die neugier, den willen voranzuschreiten
der glaube geht nie verloren
man hofft unermüdlich
die eroberung des schlachtfeldes wird immer möglich erscheinen

die sehnsucht rettet uns

ich bin die sehnsucht in dir 

:me

lebendig geblieben

Ja, wahrscheinlich liegt viel Wahrheit in der angeblich zuletzt sterbenden Hoffnung. Die Hoffnung, die meinen Körper wie eine zweite Haut ummantelt, wohl wissend dass sie nicht zu mir gehört und einfach auf die Zeit wartet bis sie abblättern kann. Sie stirbt zuletzt, erschwert bis dahin jedoch das Leben ungemein, fast schon auf eine demütigende, aber ganz sicher schmerzliche Weise. Denn der vermeintlich abgeschlossene Gedanke kehrt zurück. Immer und immer wieder. Er lässt nicht von mir ab, sondern kämpft und bittet, dass sich das Ersehnte doch noch einstellt. 
Der Schmerz verankert sich, gräbt sich ein und kann der Seele erst entweichen, wenn die Hoffnung beschließt zu sterben. Denn dann ist er vorbei. Der Prozess. Ein Wachstumprozess. Ob man will oder nicht, man ist gewachsen. Die Frage ist ja nur ob in die Tiefe oder in die Breite. In die Breite wäre töricht, denn sie ist lediglich eine Ausdehnung, eine Streuung und nicht eine bis zum Abgrund reichende Tiefe. Graben, aufwühlen, offen legen. All das bedeutet Anstrengung. Schuften. Das Freigelegte verursacht Pein. Offengelegtes kann höllisch wehtun, wie eine klaffende Wunde.
Das Leben ist farbig. Vor allem für die lebendig Gebliebenen. 


blicke

Blicke, verstohlen und doch so abgründig tief.
Der Blick, der alles verändert
weil diese deine Augen meine Seele durchbohren.
Sie treffen mich in voller Wucht
wie Worte es nie könnten.
Stillstand um mich herum
die Welt in ihrer Drehung allein. 
Es gibt nur diese raren Momente
sie bedeuten die Welt für mich.
Alles.

:Me